Die Kraft der Stille

Stille ist etwas, das ich durch die Meditation und auch noch einmal durch das Shiatsu neu kennen gelernt habe. Das Schweigen bei den Meditationen im Zen habe ich damals, als ich es kennenlernte, unglaublich genossen. Meinen ersten bewussten Kontakt mit einer Form der Meditation hatte ich mit einer angeleiteten Meditation. Wenn ich für mich selbst meditierte, ließ ich Anleitungen immer weg – sobald wir aber in der Gruppe meditierten, wurde die Meditation sehr ausführlich angeleitet. Vielleicht waren zwischendurch immer mal wieder 30 Sekunden Sprechpause des Anleiters, aber für gewöhnlich war die Stimme immer als Leitfaden da. Zen-Meditation, das Sitzen in Vergessenheit und Stille, Schweigen in der Gruppe, der Sangha – das habe ich im Vergleich als Befreiungsschlag erlebt. Sitzen. Da-Sein. Die Gedanken ziehen vorüber, bis sie sich auflösen und der Lärm des Alltags versiegt. Das Eintauchen in sich selbst.

Die Reichhaltigkeit der Stille. Das Lebensspendende.

Im Shiatsu schätze ich die Berührung aus der Stille heraus. Es geht unter anderem darum, zur Ruhe zu kommen und aus dieser Ruhe heraus wieder Bewegung entstehen zu lassen.

Mit Stress umgehen

‚Stress‘ ist ein immer wieder aufblitzendes Thema unserer Zeit. Durch beispielsweise Arbeitsgewohnheiten, äußere politische Umstände, den hohen Konsum von Medien und Informationen, durch ein verändertes Essverhalten bis hin zu permanenten visuellen Reizen durch Bildschirme und Helligkeit (v.a. in Großstädten) bis spät in die Nacht entsteht unser Stress.

Ich habe vor vielen Jahren einmal gelernt, es gebe ’negativen‘ Stress – also denjenigen, den wir gemeinhin meinen, wenn wir davon sprechen – und ‚positiven‘ Stress, den sogenannten Eustress. Um ehrlich zu sein: Mir persönlich hat diese Unterscheidung bisher nie sonderlich genutzt, insbesondere nicht in der Bewältigung von Stress. Sicher ist es schön, Fakten und Definitionen zu kennen, aber letztlich ist das nur (theoretisches) Wissen. Meiner Erfahrung nach braucht es die konkrete Auseinandersetzung mit sich selbst.

Was stresst mich? Was stresst mich ganz konkret? Wie reagiere ich dann? Welche Auswirkungen haben Stresssituationen auf mich? Werde ich unruhig, langsam, fange ich an, sehr viel zu reden, oder drücke ich mich vor Aufgaben, die ich erledigen will/müsste/könnte/sollte?

Und genauso gehören dazu Fragen, wie: Wie entspanne ich? Wie konkret fühle ich mich, wenn ich entspannt bin?

Gestresst sein meint, man steht in irgendeiner Form unter großer Anspannung, und das meist über einen längeren Zeitraum.

Das bedeutet, ich kann damit beginnen, gezielt Entspannung in meinen Alltag einzubringen, auch wenn es vorerst kleine Impulse sind. Aller Anfang ist schließlich klein – was für Impulse könnten das sein?

Hier lassen sich ganz allgemeine Antworten geben, wie: innehalten, immer wieder zwischendurch, und auf den Atem konzentrieren. Es gibt unterschiedliche Formen von Atemübungen, die sich leicht in den Alltag eingliedern lassen.

Letzten Endes würde ich allerdings dazu raten, gründlich in die Selbstbeobachtung zu gehen und zu schauen, was ich individuell benötige: Ist es ein Spaziergang in der Natur, ein kreatives Hobby, ein kurzes Sonnenbad, eine Massage, das (Schaum-)Bad mit Musik oder einfach Zeit haben für sich allein? Durch eine gute Balance zwischen Stress und Entspannung lässt sich dem Stress bereits ein erstes Schnippchen schlagen.

Und wenn man hier noch viel mehr in die Tiefe gehen möchte – dann begibt man sich auf ganz natürliche Weise in den Bereich der Lebenskunst.

Vom Wandel

Mittlerweile ist es Sommer, die Temperaturen steigen, die Tage sind lang und die Nächte kurz. Der Sonnenschein lädt zu endlosen Spaziergängen durch blühende Wiesen, entlang gelber Felder ein und der blaue Himmel erstreckt sich grenzenlos. Die Menschen kommen schneller miteinander ins Gespräch, man geht auf Reisen und die Kinder springen lachend ins Schwimmbecken. Der Asphalt flimmert.

Mit den Jahreszeiten zu gehen – das hört sich so einfach an, wird aber tatsächlich oft nicht gemacht. Im Daoismus und der TCM wird von den fünf Wandlungsphasen gesprochen: Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall. Mich hat der Begriff der Wandlungsphasen immer etwas bezaubert, weil er die ‚Magie‘ des Lebens abbildet. Ein ganzheitlicher, natürlicher Prozess, der sich vollzieht, und der mit Veränderung zu tun hat, aber nicht nur. Veränderung assoziieren wir meistens mit loslassen (und nichtloslassenkönnen), Wechsel (und Stagnation), mit etwas Neuem (und etwas Altem, das zurückgelassen wird). Die Wandlung hingegen umfasst den ganzen Prozess: das Entstehen, das Erblühen, das Früchtetragen, das Ernten, das Altern, das Vergehen und birgt hierin wieder das Entstehen. Es bezeichnet etwas Grundlegendes. So, wie sich die Wandlungsphasen im Makrokosmos – also alles um uns herum vom Gestein zum Gestirn – zeigen, lassen sie sich im Mirkokosmos nachvollziehen – also in ‚uns‘, von Nasenspitze über Organe bis hin zur Zelle.

Das Konzept der Wandlungsphasen können wir Tag für Tag an uns selbst anwenden – und das in den verschiedensten Bereichen, von der Ernährung, dem Sport, der Gesundheit, der Lebensphasen über Vorlieben/Abneigungen und Wohnraum bis hin zum empathischen Verständnis und noch vieles, vieles mehr.

Es sind die energetischen Prozesse, die in und um uns herum permanent wirken.

Von der Langsamkeit

Etwas langsam zu machen oder langsam zu sein, langsam zu sprechen oder langsam zu denken, langsam zu reifen, langsam zu gehen – das wird in einer Zeit der Schnelllebigkeit, vermeintlichen Grenzenlosigkeit und der stetig wechselnden Reize vielfach abwertend betrachtet.

Schnell soll man antworten über WhatsApp und co. Schnell soll die Lieferung eintreffen und schnellstmöglich sollen die materiellen Ziele im Leben erreicht und erfüllt werden. Schnell sollen Schmerzen vergehen und schnell soll man sich aufregen. Schnell soll man vergessen, schnell soll man Resultate liefern und der oder die Schnellste gewinnt.

Schnelligkeit gibt es ohne Langsamkeit nicht – und Langsamkeit nicht ohne Schnelligkeit. „Meditiere jeden Tag 20 Minuten, es sei denn, du hast keine Zeit, dann meditiere eine Stunde“, heißt es im Zen.

Letztlich geht es aber nicht um Schnelligkeit oder Langsamkeit, sondern um die Wertung dieser beiden Zustände. Warum soll das eine per se schlecht, das andere per se gut sein? Das ist bloß ein festgesetztes Gedankenspiel im Geist (das sich zumeist auch in Qi und Körper zeigt). Es ist große klasse, schnell unterwegs zu sein – auf einer Welle surfend oder mit dem Tanzpartner durch den Raum wirbelnd. Und der Genuss der Langsamkeit findet sich in den langsamen Ausführungen im Taiji Quan, beim allmählichen Erklimmen eines Wanderwegs oder dem langen Kochen einer nährenden Suppe über Nacht. Im Geist liegt der Schlüssel. Deshalb:

Meditiere jeden Tag 20 Minuten, es sei denn, du hast keine Zeit, dann meditiere eine Stunde.

Vom Wohlbefinden

Was bedeutet ‚Wohlbefinden‘? Oft fällt der Begriff ‚well-being‘, auf Deutsch also Wohlbefinden, in verschiedensten Zusammenhängen: mit Arbeit, Privatleben, Freizeitgestaltung, Urlaub, Work-Life-Balance, psychischer Gesundheit, physischer Gesundheit, Wellness – die Liste lässt sich beliebig verlängern. Für mich heißt so eine vielfältige Verwendung von Begriffen meistens, dass sie inhaltsleer und bedeutungsarm, ja beliebig werden. Das hat oft weniger mit Begriff selbst zu tun, als vielmehr zum Beispiel mit einem gesellschaftlichen Wandel, und drückt eine Form des Mangels aus.

Was bedeutet für Dich Wohlbefinden? Wann fühlst Du Dich tatsächlich wohl? Oder auch: Wann fühlst Du Dich unwohl? Was ist wohltuend?

neugierig 🙂

Die Antworten auf diese Fragen sind bunt und vielfältig und können den Begriff wieder mit Bedeutung füllen. Es liegt an jedem einzelnen bzw. jeder einzelnen von uns, Sinn zu geben und Form zu füllen – anstatt das Korsett zu tragen, das einem ja ganz gerne mal gesellschaftlich, sozial, familiär, wertemäßig angelegt wird. Frei zu atmen. Da zu sein.

Für mich meint ‚Wohlbefinden‘ immer etwas Ganzheitliches, ein Zustand, der das ganze Wesen erfasst, und nicht nur einen Teil, zum Beispiel die Sinne. Balance, Freiheit, Authentizität und Harmonie.

Die Füße, die uns tragen

Im Shiatsu arbeite ich gerne mit den Füßen. Den ganzen Tag stehen und gehen wir auf ihnen, verpacken sie in Schuhe, schnüren sie ab und übersehen sie meistens, wenn es darum geht, den Körper zu dehnen oder zu entspannen. Das erste Mal, als mir das richtig bewusst geworden ist, habe ich gerade Yoga gemacht, barfuß auf der Matte, und kam in eine Asana, in der ich guten Blick auf meine Füße hatte. Aber auch in anderen Situationen, wie zum Beispiel beim BJJ, habe ich gemerkt, wie man die Perspektive auf die eigenen Füße (und die der anderen 😉 ) ändern kann. Und wenn es nur heißt, den Körper mal vom Fuß aus zu betrachten oder zu merken, wo und wie man läuft, was es heißt, hier zu laufen, jetzt, oder einmal die Füße hochzulegen.

Eine klassische Shiatsumassage findet am bekleideten Körper statt, das heißt, auch die Füße sind angenehm in Socken eingehüllt. In unseren Füßen enden und beginnen mehrere der zwölf Hauptmeridiane, der Jing Mai: Niere und Blase, Leber und Gallenblase, Magen und Milz; und ebenso Reflexzonen finden sich hier. Deshalb ist es, je nach Behandlung, ganz wunderbar, den Füßen ein gewisses Extra an Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken. Gerade die sanften Anwendungen im Shiatsu wirken so stärkend, vitalisierend und wohltuend, von den Füßen aufwärts. Probiert es gerne einmal aus!

Was ist eigentlich ‚Shiatsu‘?

Shiatsu, wörtlich „Fingerdruck“, ist eine Form der Massage, die sich an den Meridianen orientiert, und der Akupressur. Sie stammt aus der jahrtausendealten östlichen Heiltradition. Ziel einer Shiatsu-Behandlung ist es, den Qi-Haushalt des Behandelten (wieder) in Fluss und in Balance zu bringen. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte des Behandelten aktiviert, sodass Shiatsu der Gesundung, der Gesundheitsförderung, aber ebenso schlichtweg dem allgemeinen Wohlbefinden und der Ausgeglichenheit dient, also der Lebenspflege.

Qi, im Japanischen „Ki“ genannt, wird (grob) mit „Lebensenergie“ oder „Vitalkraft“ übersetzt.

Wir können sagen, daß alles im Universum – sei es organisch oder anorganisch – aus Qi zusammengesetzt und durch sein Qi definiert ist.

Kaptchuk, Ted, Das große Buch der chinesischen Medizin. Die Medizin von Yin und Yang in Theorie und Praxis, Bern; München; Wien: Barth 1993, S.46

Qi selbst zu spüren, lässt sich beispielsweise durch Bewegungskünste wie Qi Gong oder Taiji Quan trainieren, und kann verschiedene Qualitäten haben: Hitze, Kälte, Schwere, Leichtigkeit, Kribbeln, u.v.m.

Shiatsu tritt auch in der Weise auf, dass es ohne Berührung oder zumindest bloß mit minimalem körperlichen Kontakt ausgeführt wird. Hierbei geht es um Qi-Übertragung vom Geber auf den Empfänger und um das Lenken des Qi durch den Geber. Dieses Shiatsu führen Praktiker aus, die ihre Fähigkeiten sehr verfeinert haben.

Shiatsu ist für jeden geeignet, der sich etwas Gutes tun möchte 🙂 Bei Interesse und weiteren Fragen, schreibt mich gerne an – über das Kontaktformular, die E-Mail-Adresse oder – demnächst neu – die angegebene Telefonnummer. Ich melde mich dann bei euch! Habt ein schönes Wochenende, liebe Grüße von Katja

Fließendes Wasser

Schenken und Beschenktwerden

Gestern war Palmsonntag und Ostern naht in wenigen Tagen. Für mich war früher Ostern immer das schönste der christlichen Feste. Wenn das helle, frische Grün die Bäume säumt, wenn Blütenduft die Luft tränkt, Winde wehen, der Regen warm fällt und das Wetter so unberechenbar ist. Die bemalten Eier leuchten bunt, Schokolade wird versteckt und gesucht und, zumindest in meiner Familie wurde und wird dies so gemacht, kleine Geschenke werden verteilt.

Auch wenn Weihnachten in unserer Gesellschaft viel präsenter als Feiertag ist, so ist Ostern eigentlich das höchste Fest im Christentum. Nach christlicher Lehre kommt es zur Wiederauferstehung Jesu Christi, und damit wird der Glauben an ein Leben nach dem Tod begründet. Und warum Ostern eigentlich ‚Ostern‘ heißt, ist noch einmal eine ganz andere Geschichte.

Auch, wenn sich meine religiöse Gesinnung mittlerweile geändert hat, genieße ich die Osterfeiertage immer noch, und sehe aber, wie seit Wochen wieder die Regale in den Supermärkten vor Oster-Krimskrams überlaufen. Plastik hier, Verpackung da, Zucker überall. Feiertage sind mittlerweile mehr denn je Tage des ‚Überkonsums‘ geworden.

Zur Achtsamkeit im Alltag gehört auch dazu, sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen. Wie wirke ich in der Welt, welche Fußabdrücke hinterlasse ich, was fördere ich, was nehme ich (in mir) auf, was gebe ich an andere weiter? Die Fragen können auf Materielles bezogen werden – und ebenso auf Immaterielles.

Deshalb halte ich es zum Beispiel seit mehreren Jahren so, dass ich gerne Geschenke mache, die umweltfreundlich sind und Freude bereiten. Das können sein:

Selbstgebackenes und -hergestelltes

Erlebnisse, z. B. einen Aufenthalt, einen Kinobesuch, ein Picknick, …

Anwendungen, zum Beispiel eine Akupunktur oder eine Shiatsumassage 😉

qualitativ hochwertige neue Produkte (die entsprechend lange halten)

Produkte kleiner und alternativer Produzenten, die vielfach auf eine ethische Lieferkette Rücksicht nehmen

gute Bücher

und vor allem: einfach da sein, den Moment mit den Lieben, Verwandten und Freunden wahrnehmen und leben

In diesem Sinne schon einmal: Frohe Ostern!

Die innere Ruhe

Manchmal ist es bei weitem nicht einfach, die innere Ruhe zu bewahren. Es sagt sich immer so leicht, und wenn alles „gut“ läuft, dann setzt sich das auch einfach um. Interessant wird es ja erst, wenn nicht alles „rund“ läuft – was genau das wiederum auch heißen mag. Da fängt das Gedankenspiel ja bereits an. Wer sagt denn, wie es zu laufen hat?

Ich hatte gestern und heute ein Formatierungsproblem. Ein Text, den ich bearbeiten wollte, ließ sich nicht bearbeiten; wir haben es wirklich versucht, aber es ließ nicht einrichten. Schließlich habe ich die Arbeit an dem Text eingestellt, was völlig ok ist. Das Ergebnis ist eigentlich mehr oder weniger unwichtig, der Weg dahin ist das Entscheidende. Sich dabei zu beobachten, wie man reagiert – ist man frustriert, genervt, wütend – von den Kollegen, von der Arbeit, von der Familie – von sich? Oder lächelt man und atmet ruhig? In dem Wissen, dass es sowieso vergänglich ist und demnächst das Ganze schon wieder ganz anders aussieht?

So heißt es im I Ging:

51. Dschen / Das Erregende
(Das Erschüttern, der Donner)

Das Erschüttern bringt Gelingen.
Das Erschüttern kommt: Hu, Hu!
Lachende Worte: Ha, Ha!
Das Erschüttern erschreckt hundert Meilen,
und er läßt nicht den Opferlöffel und Kelch fallen.

I Ging. Das Buch der Wandlungen, S.189
Blitz und Donner

Hier geht es darum, trotz erschütternder äußerer Umstände den inneren Gleichmut zu bewahren, das innere Lächeln aufrecht zu erhalten. Die innere Kultivierung ist hierzu der Schlüssel. Hohe Künste wie Kung Fu, Taiji Quan, Qi Gong oder Meditation schulen ebendies und sind Wege der inneren Kultivierung.

Davon gehe ich auch in der Shiatsu-Anwendung aus: Es ist die innere Haltung, die zentral ist. Beim Shiatsu ist für mich nicht wichtig, wie ein Mensch ist, ob groß, klein, schwer, leicht. Ob Winter oder Frühling ist, ob Musik läuft oder nicht. Ob Kind, ob Erwachsener. Das macht das So-Sein-Dürfen aus, so sein zu dürfen, wie man ist, wenn man zum Shiatsu geht.

Und so hat das Aprilwetter heute auch entschieden: Nach all den warmen Sonnentagen, fängt es gerade wieder an zu schneien.

Die kleinen Dinge

Mit Beginn des Frühlings
tagsüber strahlt die Sonne, wolkenfrei, nachts hat es niedrige Temperaturen bei klarem Sternenhimmel…

Um einen herum fängt es an zu pulsieren, die Knospen sprießen auf, es duftet, Blüten
weiße, gelbe, rosafarbene, rote, blaue,
sie verströmen diesen süßen wachen Duft von alles erstrahlt, alles ist frisch
Schmetterlinge flattern umher, flattern, und werden manchmal von starken Winden an Orte getragen, und flattern dann wieder zurück

Die Vögel zwitschern und die Menschen lächeln, so viel öfter als sonst
Hier und da bleibt einer stehen, in der Sonnenwärme
Abends sind sie wieder länger unterwegs
Und Gespräche entstehen, einfach so
Wie die Kinder

Der Frühling, das aufsteigende Yang
Neues ausprobieren, Neues wagen
Frühlingsputz, frisch, dynamisch

Gestern habe ich Saatgut für verschiedene Kräuter gepflanzt,
in der Wohnung, nachts ist es dafür draußen noch zu kalt
Und ich habe tatsächlich das erste Mal Kircherebsenmehl als Shampoo-Ersatz ausprobiert! Und war erstaunt, wie gut es wirkt (bisher kann ich es jedem empfehlen, besonders Leuten mit sensibler Kopfhaut). Nach einem alten indischen Rezept.


Es sind die kleinen Dinge, in denen sich Veränderung und Wechsel zeigen, Schritt für Schritt, egal, wie klein die Schritte sind.
Und es sind die kleinen Dinge, die mit Achtsamkeit betrachtet, die großen Dinge ausmachen und bewegen.

Frühlingsnacht